
36 Grad. Später 39. „Beste Voraussetzungen” also, um mit der „Dicken Marie” als Vierer ohne zum Sommerfest nach Birkenwerder zu rudern.
Arne, Nina, Peter und Astrid machten sich trotzdem auf den Weg. Die Vereinsflagge musste in der OHV-Freundschaftsgruppe gezeigt werden. Start um 11.30 Uhr. Ankunft um 17 Uhr. Für 20 Kilometer sehr wahrscheinlich ein Langsamrekord.
Wer glaubt, wir hätten getrödelt, irrt. Das war gelebte Vereinsfreundschaft in Etappen. Erster Stopp beim RC Tegelort: Baden, kühle Getränke, ein netter Plausch mit Vorstand und Ruderkameraden. Weiter zu den Freunden vom RVP Saffonia, die gerade im Arbeitsdienst waren, aber trotzdem Zeit für eine herzliche Begrüßung fanden.
Nach Abkühlung, Getränken und einem Imbiss ging es bei inzwischen 38 Grad weiter Richtung Hennigsdorf. Am Ruderclub Oberhavel verabschiedeten wir das Tegelorter Boot, das noch bis Oranienburg und dann nach Birkenwerder wollte. Für uns: Beine ins Wasser, Malzbier, Wasser – und dann noch acht Kilometer bis ins Ziel. Selbst die Brücken wurden zu willkommenen Rastplätzen im Schatten.
In Birkenwerder die Überraschung: Wir waren das zweite Boot am Steg. Nur unsere Gäste aus Bordeaux waren schneller – die waren allerdings um 10 Uhr gestartet. Der RRTVW also mal ganz vorne 😉
Frank und Guido, mit dem Rad angereist, staunten nicht schlecht. Dass 20 Kilometer fünfeinhalb Stunden dauern können, hatten sie nicht auf dem Schirm. Doch das geht hervorragend. Man braucht nur genügend Stopps und ein konsequentes Wohlfühltempo.
Und dann kam der Abend
Der Rest des Tages war alles, was ein Sommerfest bei 39 Grad sein soll: kalte Getränke, gute Gespräche, Dusche, Schaukel, Essen und Tanzen.
Die Rückfahrt war fast noch schöner. Die Sonne hatte ihre Kraft verloren, das Wasser lag spiegelglatt. Am Ufer klangen Sommerpartys, am Himmel mischten sich Abendrot und ferne Blitze zu einer beeindruckenden Kulisse. Als Donner und Blitze näher kamen, war die Entscheidung klar: Sicherheit geht vor.
Wir ruderten bis Saffonia und ließen das Boot über Nacht dort. Die Heimfahrt mit Bus und Bahn war ebenfalls ein kleines Abenteuer. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wanderrudern misst sich nicht in Kilometern oder Stunden. Die schönsten Momente entstehen dort, wo man unterwegs Freunde trifft 🙂
